19.06.2012 Fantastisches Phantasialand

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    • 19.06.2012 Fantastisches Phantasialand

      Es ist schon etwas her und der Park sollte vielen auch bekannt sein, aber ich finde er ist einfach einen Bericht Wert. Für mich war es ein Erstbesuch im Phantasialand. Meine Eindrücke möchte ich euch daher gerne mitteilen.

      Wir (das sind in diesem Fall eine Begleitung und ich) hatten uns bewusst einen Wochentag und noch vor den Sommerferien in NRW ausgesucht, da wir gerne einen leeren Park haben wollten. Was soll ich sagen, es hat gut geklappt. Das Wetter hat auch halbwegs mitgespielt (angenehm warm aber nicht zu heiß, 2 kleine Schauer). Bei der Anreise per ÖPNV und dem Phantasialand Shuttelbus (was super funktionierte) wurde jedoch klar, einen Faktor hatten wir nicht bedacht: Offensichtlich hatten viele Abschlussklassen die Idee in den Park zu fahren. Wir haben 14 verschiedene T-Shirts gezählt. Voll wurde es dadurch nicht, aber man konnte dank der Aufdrucke dann doch erkennen, welche Schulen offensichtlich keine Soziale Kompetenz vermitteln (dazu später mehr) ;)

      Um 9:15 am Park wurden Karten gekauft und es ging direkt zu Maus-au-Chocolat, welches um 9:30 öffnete. Waren die ersten, also wirklich die ersten, die damit gefahren sind an dem Tag. Die Bahn gefällt mir super, einfach Klasse gemacht. Spätestens wenn die Mäuse zurückschießen weiß man auch den 3D Effekt zu schätzen.



      Anschließend ging es weiter, eine Runde auf Colorado Adventure drehen. Die Bahn öffnete ebenfalls um 9:30 (alle anderen erst ab 10:00) sollte aber wegen den Bauarbeiten auch nur bist mittags fahren. Die Fahrt ist ganz ok und lang, aber nichts Besonderes. Das Theming gefällt mir aber recht gut. Der Eingang ist etwas doof gelegen, aber dafür konnten wir bis in die Station durchgehen.



      Mit 45 Minuten für die erste Reihe folgte dann die längste Wartezeit an diesem Tag bei der Black Mamba. Das war es uns aber wert: die erste Fahrt für uns auf dieser Bahn wollten wir schon ganz vorne sitzen. Die Bahn gefällt mir richtig gut. Vom Theming begonnen am Eingang der Warteschlange bis zum Ausstieg. Die Fahrt ist ebenfalls spitze. Nach dem First Drop quasi nur noch in Bodennähe durch die Kurven zu rasen lässt einen richtig spüren, welche Kraft diese Bahn hat. Also gleich nochmal rein, diesmal letzte Reihe. Dafür musste man dann auch nur 5 Minuten warten.



      Wir machten uns dann auf zu River Quest wo wir nach 20 Minuten warten im Boot saßen. Die Anlage ist verdammt kompakt angelegt auf 3 Ebenen, aber dennoch nicht langweilig. Und nass wurden wir auch. Wegen der nicht zu hohen Hitze gönnten wir uns dann auch eine Fön-Kabine am Ausgang der Bahn (mit 2 anderen aus unserem Boot zusammen).



      Die anschließende Fahrt in der Silbermine war ok. Nett für die kleineren, aber wirkte teilweise doch in die Jahre gekommen. Naja, wir konnten ohne Wartezeit einsteigen, da macht man das mal.

      Inzwischen war es Mittag, und wir konnten unsere Freikarten für den Winterspaß abholen. Dann ging es nach 35 minütiger Wartezeit ins Mystery Castle. Die Preshow im Vorraum hat mir gefallen, die Fahrt selber auch. Fand die Idee und Umsetzung einfach schön.

      Auf dem Weg zum Mittagessen am China Snack (die Preise fürs Essen (gebratene Nudeln) finde ich durchaus ok, für einen Freizeitpark) konnten wir dann auch feststellen dass einige der Abschlussschüler nicht die hellsten Birnen waren… Bei der Fahrt im Mad House Feng Ju Palace dachten die doch tatsächlich, wir stehen Kopf… ;)

      Quer durch den Park näherten wir uns durch den hervorragend gestalteten Themenbereich Fantasy den Bahnen Winja’s Force & Fear. Beide Bahnen sind einfach Klasse, die „rechte“ Bahn (glaube Fear, oder?) gefällt mir aber einen Tick besser. Einfach von der Fahrt her. Beim Anstehen konnten wir übrigens die Eingangs des Berichtes erwähnte fehlende soziale Kompetenz wieder gut bemerken: einige fanden offensichtlich, es ist in Ordnung Absperrungen zu überspringen oder die Wegführung der Warteschlange umzubauen… Durch die kombinierte Warteschlange für beide Bahnen (laut einem Schild relativ neu, Aufteilung erfolgt erst an der Treppe runter zur Station) betrug die Wartezeit jeweils 15 Minuten.



      Nach einer Runde Würmling Express (die junge Frau in der Station meinte, wir bräuchten uns nicht anschnallen... sahen wohl schon alt genug aus) ging es zum Temple of the Night Hawk. Die Fahrt selber ist wieder schön lang und ganz angenehm, das Theming ist aber irgendwie nicht vorhanden… Man sieht sowohl der Station, dem Weg zur Station als auch den Zügen an, dass hier mal was Spaciges war. Da etwas grüne Farbe und Kunstplanzen anzubringen reicht meiner Meinung nach nicht aus.

      Wir wollten nun in die Hollywood Tour, aber da war dicht. Da wir schon hinten ind er nähe des Eingangs standen folgte eine Wiederholungsfahrt im Temple bevor wir einen der beiden Regenschauer des Tages in den Überdachten Waagen von Wakobato vorbeiziehen ließen.



      Nach einer weiteren Runde auf Winjas Fear (der rechten Bahn halt) besuchten wir Race for Atlantis. Der Bewegungssimulator ist in meinen Augen einfach schlimm… Die Fahrt ist zu ruppig, der Film hat viel zu viele schnelle Schnitte zwischen den Szenen, der Ton ist zu laut und irgendwie hatte ich auch das Gefühl das Bild war leicht unscharf… In das Ding bringen mich keine 10 Pferde mehr rein! Schon gar nicht bei 10 Minuten Wartezeit die wir hatten.

      Der 4D Film „Pirates“ im Schauspielhaus hat mir da doch deutlich besser gefallen. Mit dem 4D Kino aus dem Legoland Billund kann er aber nicht ganz mithalten. Dort fand ich sowohl den 3D Film besser, als auch die unterstützenden Effekte.

      Inzwischen war auf den Wegen im Park immer weniger los, obwohl eigentlich noch etwas offen sein sollte. Naja, [Vorsicht, schlechtes Wortspiel!] die Lehrer der Klassen sorgten wohl dafür, dass es leerer wurde… Bei Talocan konnten wir direkt in die Station durchgehen. Die Fahr selber macht Spaß (der erste Top Spin den ich je gefahren bin) und auch das Theming ist hier wieder gut gelungen.



      Es folgten nun noch 6 Fahrten auf der Black Mamba. Wir konnten nun immer direkt in die Station durchgehen. Dann machten auch wir uns langsam in Richtung Ausgang und auf unseren Heimweg.


      Im Fazit komme ich dann aber doch nicht ganz ohne Kritik aus. Mir ist aufgefallen, dass es im Park sehr viele Treppen gibt. Für Kinderwagen und gehbehinderte Personen nicht wirklich geeignet. Das hat man in anderen Parks besser gelöst.
      Alles in Allem hat mir der Park super gefallen hat. Die Themenbereiche sind schön gestaltet und hervorragend angelegt. Besonders herausstechen tut da nochmal der Fantasy Bereich, in welchem wirklich alles stimmt – bis auf Temple of the Night Hawk halt. Sorry, aber da geht mehr, wenn man den Rest des Parks sieht. Super gefallen hat mir auch, dass sämtliche Bedienstete eines Themenbereiches passende Kleidung tragen und so zum stimmigen Gesamtbild beitragen. Nett und freundlich waren auch alle.
      Der Park ist vielleicht nicht der Größten und hat nicht die Mega Bahnen, die Rekorde aufstellen, aber es ist auf jeden Fall einer der Schönsten.
      Das Phantasialand ist durch den Shuttlebus von und zum Bahnhof gut erreichbar. Der Preis von 1,50 Euro für den Bus geht absolut in Ordnung. Einem Besuch, wenn man in der Region ist, steht also nichts im Wege. In meinen Augen absolut empfehlenswert.


      Für Interessierte hier noch ein Bild des Bauvortschrittes an der Wildwasserbahn an diesem Tag (ist ja nun schon etwas her):
      Aufgenommen von der "Aussichtsplatform" vor Talocan.

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    • Danke für den schönen Bericht :) Das mit den Abschlussklassen habe ich die letzten Jahre auch immer wieder erfahren, der Park scheint da echt sehr beliebt zu sein oder ich war nur auf der falschen Schule, denn von uns aus fuhr man da *niemals* hin^^Die neue Warteschlange der Winjas ist wirklich verwirrend aber ohne jemanden angreifen zu wollen kann ich dir bezüglichd er sozialen Kompetenzen der genannten Gruppen nur zustimmen, die Erfahrung habe ich selber schon oft gemacht. Und irgendwelche Absperrungen überspringen war da noch das harmloseste...Bei den Winjas hast du schon richtig gelegen, die rechte der Bahnen ist Fear, die linke Force, wobei die in letzter Zeit wohl öfter mal zu ist, wieso weiß ich noch nicht. Und bei den Treppen kann ich wieder einmal zustimmen, besonders der neue Abgang an der Westernstadt ist sehr ungünstig gelöst, denn dort gibt es keine Alternative für Personen, die keine Treppen nutzen können, so wird die Westernstadt zu einer riesigen Sackgasse (die auch nur über die recht starken Steigungen an River Quest vorbei erreichbar ist). Danke nochmal für den Bericht, scheint dir ja doch gut gefallen zu haben da =)
    • Danke erstmal für den tollen Bericht und deine ausführliche Kritik. Als bekennender Phantasialand Junkie (höhö ich hab Junkie gesagt) muss ich dich ein bisschen aufklären. Der Park steht auf einer ehemaligen Schaufelbaggergrube von der nur noch der Bergeistsee bzw der Mondsee samt Wakobato übrig geblieben ist. Vieleicht ist dir auch aufgefallen Der Hintere Parkteil höher gegen ist als Fantasy. Das Phantasialnd ist nicht wie das Disneyland auf Flachland gebaut sondern auf meherern schrägen und Hügeln. Das erklärt die vielen Treppen. Alle Bereiche sind auch für Rollstuhlfahrer oder anders Behinderte erreichbar biss auf die Hacienda. Mann muss halt dann einen etwas längeren Weg nehmen. Was ich irgentwie gar nicht finde das Fantasy "total" stimmig ist. Seit dem die ganzen Kinderattraktionen dort hausen ist der Themenberich überfüllt und ungemütlich. Im gegensatz zu Alt Berlin wo ich finde das der Themenberich zusammen mit Deep in Africa die besten des Parks sind. Wo ich dir zustimmen muss ist der unerträgliche Zustand von Temple of the Night Hawk und der Hollywood Tour. Bis 2001 war der Temple nähmlich mit dem Thema Space Thematiesiert und gab ein brilliantes Bild ab. Mit Licht und Soundeffekten und Animatronics war die Bahn ein gelungenes Stück. Bis dann Wuze Town kam. Dann sollte alles verwuziefiert :D werden und dem Thema Fantasy angepasst werden. Aber mal ehrlich Fantasy kann ich beim Temple nirgens finden bis auf das abwechslungsreiche Layout.
      Naja das wars erstmal von mir.

    • Danke für die Kommentare und die Bewertungen.

      Um nochmal auf wuzels Kommentar einzugehen: Das mit den Höhenunterschieden ist mir durchaus aufgefallen. Aber grade beim Eingang zur Westernstadt wäre auch genug Platz für eine Rampe gewesen. Und einige Attraktionen (zum Beispiel River Quest, Colorado Adventure oder Winjas Force & Fear) sind sowohl am Eingang als auch am Ausgang nur über Treppen erreichbar. Ich kenne es zum Beispiel aus dem Legoland Billund, dass dort gehbehinderte Personen die Attraktionen über den Ausgang betreten dürfen. Finde ich sehr gut. So was ist im Phantasialand aber leider nicht so einfach möglich.

      Im Bereich Fantasy war einfach alles gethemed. Bis in jede Ecke. Das meinte ich mit "total stimmig". Mag ja sein, dass der Bereich recht vollgestopft wirkt. Aber am Tag als wir da waren, war der Park generell ja recht leer. Eventuell ist mir das darum nicht aufgefallen. Ich gebe dir Recht, dass Deep in Africa und Alt Berlin ebenfalls sehr schön gestaltet sind. Ich kenne das bisher noch nicht so sehr, dass ganze Bereiche komplett durchthematisiert sind. Heidepark als Referenz dafür, ist halt nicht sooo gut ;) Und ich bin ja noch relativ neu bei dem Hobby die Freizeitparks zu besuchen und habe nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten. Daher gefällt mir dann so ein kompletter Bereich immer sehr gut. Aber wem was gefällt ist ja bekanntlich Geschmackssache und ich habe halt nur meine Meinung dargelegt.

      Gefallen hat mir der Park auf jeden Fall und ich freue mich schon auf einen Besuch in der Wintersaison (die Freikarte ist gut aufbewahrt) sowie hoffentlich Wiederholungstaten in den kommenden Jahren :D